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Freitag, den 16. Juli 2010 um 10:27 Uhr

Anti-Müller-Hormon als Marker für die Wechseljahre

Forscher wagen mittels Anti-Müller-Hormon (AMH) eine Langzeitprognose voraus sagen zu können, wann die Wechseljahre eintreten. Nach neuesten Ergebnissen, die aktuell auf dem ESHRE-Kongress in Rom vorgestellt wurden, ist es nun möglich, eine realistischere Einschätzung des reproduktiven Status zu geben.

So soll zum Beispiel eine 20-jährige Frau, die eine AMH-Konzentration im Serum von 2,8 ng/ml hat, mit einem Verlust ihrer reproduktiven Fähigkeiten ab 35-38 Jahre rechnen müssen. Die Ärzte der veröffentlichten Daten verwendeten hierzu ein statistisches Modell, um mittels der AMH-Niveaus der verschiedenen Altersstufen vorher zu sagen, wann die Frauen wahrscheinlich eine frühe Menopause erreichen:

Liegen die AMH-Niveaus bei Zwanzigjährigen bei 4,1 ng/ml oder weniger, wird ein frühes Erreichen der Menopause prognostiziert, ebenso bei Werten von 3,3 ng/ml bei 25-Jährigen und von 2,4 ng/ml bei 30-Jährigen. Im Gegensatz dazu sind höhere AMH-Level zu bewerten: Liegen sie bei mindestens 4,5 ng/ml im Alter von 20 Jahren, bei 3,8 ng/ml bei 25-Jährigen oder bei 2,9 ng/ml bei 30-Jährigen wird die Menopause mit ziemlicher Sicherheit erst mit 50 Lebensjahren eintreten.

Die Ärzte schlossen ihre Präsentation mit der Schlussfolgerung, dass ihre Ergebnisse zeigen, dass AMH den reproduktiven Status realistischer anzeigt als das chronologische Alter per se.

Diese Untersuchung ist auch im Fertility Center Berlin möglich.